Wie hoch wir meine Pension in Zukunft sein? Diese Frage stellen sich viele von uns. Es ist ganz einfach, das herauszufinden. Wie das funktioniert, warum Frauen im Durchschnitt weniger Pension erhalten als Männer und was sich dagegen tun lässt, erfahren Sie in meinem Artikel.

Was ist das Pensionskonto?
Das Konto startet, wenn Sie zum ersten Mal bei der Pensionsversicherung versichert sind. Es endet bei Ihrem Pensionsantritt. Die aktuelle Höhe Ihres Kontostandes können Sie jederzeit abrufen bzw. einsehen. Das heißt: Sie können jederzeit auf einem Blick sehen, wie es um Ihre Pension steht.

So berechnet sich Ihre Pension
Mit der Einführung des neuen Pensionskontos im Jänner 2014 haben Sie auf Ihrem Pensionskonto eine Kontoerstgutschrift erhalten. Jedes Jahr kommen 1,78 Prozent Ihres Jahresbruttoeinkommens hinzu. Der Wert dieser jährlichen Gutschriften steigt in den folgenden Jahren entsprechend der Lohnentwicklung.


Warum Frauen weniger Pension als Männer bekommen
Seit 2014 werden alle Beschäftigungszeiten für die Pensionshöhe herangezogen. Deshalb wirken sich Arbeitsunterbrechungen und Teilzeitarbeit sehr stark auf die Pensionshöhe aus.

Davon sind in erster Linie Frauen betroffen: Viel mehr Frauen als Männer unterbrechen ihre Arbeit oder arbeiten Teilzeit. Knapp die Hälfte aller beschäftigten Frauen arbeitet in einem Teilzeitverhältnis oder geringfügig, bei Männern sind es nur 9 Prozent. Denn Frauen übernehmen wesentlich häufiger die Betreuung der Kinder und von Angehörigen.

Teilzeitarbeit reduziert die Pension. Ein Jahr Teilzeitarbeit im Ausmaß von 50 Prozent vermindert die Pension um ca. 1 Prozent. Ein Jahr Unterbrechung verringert die Pension um ca. 2 Prozent. Die Teilzeitphasen dauern durchschnittlich 10 Jahre. Je länger sie sind, desto geringer wird die Pension. Grund genug also, um möglichst viele Möglichkeiten zur Pensionsverbesserung auszunützen.

Was Sie tun können, um in der Pension besser auszusteigen:

Arbeiten Sie während der Kindererziehungszeit! In diesem Fall wird Ihr Einkommen zur Beitragsgrundlage für die Kindererziehung hinzugerechnet. Damit erhöhen Sie die Gutschrift auf Ihrem Pensionskonto. Bitte informieren Sie sich, wieviel Sie während der Elternkarenz oder während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld dazuverdienen dürfen.

Stocken Sie Ihre Stunden auf! Je mehr Stunden Sie arbeiten, desto höher wird Ihre Pension sein. Reden Sie mit Ihrer Arbeitgeberin oder Ihrem Arbeitgeber darüber!

Bevor Sie die Arbeitszeit reduzieren, denken Sie über eine Verlagerung der Arbeitszeit nach! Das Mutterschutzgesetz sowie das Väterkarenzgesetz erlauben unter gewissen Voraussetzungen eine Verlegung der Arbeitszeit. Zum Beispiel einen späteren Arbeitsbeginn, damit Sie Ihr Kind in den Kindergarten bringen können.

Reden Sie mit Ihrem Partner über die Aufteilung der Betreuungspflichten! Eine gleichzeitige Elternteilzeit macht es möglich. Informieren Sie sich, ob Sie und Ihr Partner die notwendigen Voraussetzungen dafür erfüllen.

Beantragen Sie ein Pensionssplitting! Ihr Partner ist erwerbstätig und Ihnen obliegt die Betreuung der gemeinsamen Kinder? Dann können Sie ein freiwilliges Pensionssplitting für die ersten 4 Lebensjahre Ihres Kindes vereinbaren. Ihr Vorteil: Sie erhalten eine Gutschrift von Ihrem Partner, die Ihre Pension erhöht. Diese Gutschrift wird Ihren Kindererziehungszeiten und Ihrer allfälligen Erwerbstätigkeit hinzugerechnet. Dabei können Sie maximal 50 Prozent der Pensionsgutschrift des anderen Elternteils übernehmen. Ihr Pensionskonto darf durch diese Gutschrift die Jahreshöchstbeitragsgrundlage nicht überschreiten. Bitte beachten Sie, dass Sie das Pensionssplitting bis zum vollendeten 7. Lebensjahr Ihres Kindes bei Ihrer Pensionsversicherung beantragen müssen!